Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Ministerpräsident Dr. Markus Söder neuer Befürworter!

Videobotschaft für die Stiftung LebensBlicke von Dr. Markus Söder

Die Stiftung LebensBlicke hat mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder einen weiteren prominenten Botschafter für die Darmkrebsprävention gewinnen können. Söder, der sich gerade in der COVID-19-Pandemie als entscheidungssicherer, umsichtiger und zielorientierter Regierungschef bewährt, hat die Darmkrebsvorsorge schon als Gesundheitsminister, jetzt auch als Ministerpräsident auf seine Fahnen geschrieben. Er erklärt in einem kurzen Videoclip, warum die Darmkrebsprävention für alle so wichtig ist. „Wir freuen uns, mit Markus Söder eine weitere wichtige Stimme für die Darmkrebsprävention in unseren Reihen zu haben“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Professor Dr. J. F. Riemann.

BVGD: Pressemeldung zur aktuellen EBM-Reform

Der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland (BVGD) weist noch einmal nachdrücklich in einer Pressemeldung darauf hin, dass die EBM-Reform mit Absenkung der Untersuchungsdauer für die Koloskopie die Erfolgsgeschichte der Darmkrebsvorsorge gefährdet. Die sorgfältige Darmspiegelung ist die wichtigste Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochstehende Untersuchung. Ökonomie darf nicht vor Behandungsqualität gehen!

Betrieblicher Handlungsleitfaden neu aufgelegt

Die betriebliche Darmkrebsvorsorge ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der Informationsarbeit der Stiftung LebensBlicke. Vor über 15 Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der BASF in Ludwigshafen dazu eine erste Studie publiziert, die in Deutschland große Beachtung und viele Nachahmer gefunden hat.  Die Stiftung LebensBlicke, die Felix Burda Stiftung und später das Netzwerk gegen Darmkrebs haben vor Jahren dazu einen Handlungsleitfaden entwickelt, der bisher in mehreren Auflagen erschienen ist. Das große Interesse an dieser Information und das politische Interesse am betrieblichen Gesundheitsmanagement haben die Organisatoren veranlasst, eine neu konzipierte überarbeitete Auflage zu veröffentlichen. Weiterlesen

Einladung zur Darmkrebsvorsorge zeigt erste Erfolge

Ab 1. Juli 2019 sind die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, alle ihre anspruchsberechtigten männlichen Mitglieder ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren zur Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge alle 5 Jahre schriftlich einzuladen. Erste vorläufige Abrechnungszahlen, die das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) mitgeteilt hat, zeigen, dass das Einladungsverfahren wirkt. So hat sich die Zahl der Bürger, die sich einer Koloskopie unterzogen haben, von 448.900 (im Jahre 2018) auf 512.500 (im Jahre 2019) erhöht. Der Anstieg betrug im Bundesdurchschnitt 14.4%. In Hamburg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe nahm die Teilnahmerate sogar um > 20% zu. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Entwicklung, wenn man einzelne Quartale miteinander vergleicht. Weiterlesen

Kommentar: Komplikationen bei Koloskopie im Alter höher?

In einem Artikel in JAMA Network von Natalia Causado-Calo et al., Toronto, wird berichtet, dass die Komplikationsrate bei Patienten über 75 Jahre, die sich einer ambulanten Koloskopie unterzogen, mit 6,8 % doppelt so hoch ist wie bei jüngeren Personen. Die Daten wurden retrospektiv aus dem Zeitraum 2008 bis 2017 im Großraum Hamilton in Kanada ausgewertet. Es ist nicht neu, dass das Komplikationsrisiko mit zunehmendem Alter steigt. Die Zahlen sind aber auf die Situation in Deutschland nicht übertragbar. Das Gesamtrisiko für Komplikationen innerhalb von 4 Wochen postinterventionell ist in der Studie schon mit 3,4 % angegeben. Die Auswertungen der Vorsorgekoloskopien in Deutschland zeigen, dass aufgrund der guten Ausbildung und eingeforderten Qualität die Komplikationsrate in Deutschland deutlich niedriger liegt. Weiterlesen

Darmkrebs-Screening: Einladungsmodelle variieren!

Das Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening ist ein echter Fortschritt für die Prävention. Allerdings bleibt die Frage offen, ob die Einladung per Brief durch die Krankenkassen allein ausreichend ist. Die Stiftung LebensBlicke hat in einem Positionspapier bereits darauf hingewiesen, dass eine Diversifizierung der Einladung notwendig ist. In einer randomisierten kontrollierten Studie haben jetzt Wissenschaftler um Professor Brenner gezeigt, dass das Beifügen des Stuhltests, aber auch ein Angebot zu einem niederschwelligen Zugang sowie ein Erinnerungsschreiben zu einer deutlichen Steigerung der Inanspruchnahme führt. “Diese Studie untermauert, dass der Vorschlag der Stiftung LebensBlicke in die richtige Richtung geht”, so Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Dtsch Arztebl Int 2020;117:423-30).

GBA-Beschluss “Dokumentation”: Eher Rück- als Fortschritt!

Die Ärztezeitung online berichtet am 19.6.2020, dass der GBA die elektronische Dokumentation der Krebsfrüherkennung beschlossen hat. Um die organisierten Angebote zur Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs schneller auf ihre Ziele hin überprüfen zu können, sollen die Daten rein elektronisch fließen. Die elektronische Dokumentation greift ab 1.10.2020. Die Erbringung der Früherkennungs- und Abklärungsuntersuchungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist künftig zudem nur zulässig, wenn die Dokumentationsvorgaben der organisierten Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (oKFE-RL) erfüllt werden. Was für das Darmkrebs-Screening als neu vom GBA verkauft wird, ist ein alter Hut! Weiterlesen