Stiftung LebensBlicke: Vorsorge, Früherkennung und Nachsorge von Darmkrebs

Sehr geehrte Leser, Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter, dear User,

2017/18 werden die Jahre einer tiefgreifenden Veränderung in der Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung in Deutschland. Seit dem 1. April 2017 hat der i-FOBT den g-FOBT in der Regelversorgung abgelöst; mit der Umsetzung des Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG) wird es einen Paradigmenwechsel vom opportunistischen Screening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren für alle Anspruchsberechtigen geben. Die Stiftung LebensBlicke verfolgt seit Jahren das Ziel, auch über die mediale Öffentlichkeit über Chancen und Risiken zur Darmkrebsfrüherkennung zu informieren, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung!
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Europäische Impfwoche 2017 – auch an HPV-Impfung denken

Impfwoche-LogoImpfungen sind ein Segen für die Menschheit. Viele der früher als schwer oder sogar tödlich verlaufenden Kinderkrankheiten kommen heute eher selten vor. Allerdings: Die erschreckende Impfmüdigkeit könnte zu einem Wiederanstieg führen, wie das z.B an Masern deutlich wird. Eine ganz wichtige Impfung ist auch die HPV-Impfung für Jungen und Mädchen, die ganz besonders vor Krebsen im Ano-Genital-Bereich schützt. Die Europäische Impfwoche sollte alle Gesundheitspolitiker auffordern, gerade auch zu dieser Impfung aufzurufen und Modellprojekte wie z.B. im Kreis Bergstrasse auch finanziell zu fördern.

Gemeinsam stark: Initiative “gesundekids” nimmt Fahrt auf

2017-04 Rotary MagazinDie Rotary-Clubs in Deutschland machen sich zunehmend stark für ein Programm, das sich der Botschaft “Gesünder ernähren und mehr bewegen = besser lernen und leben” verschreibt. Das Konzept wurde von der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Reinhild Link vom Rotary Club Wiesbaden-Nassau, Distrikt 1820, aufgelegt und inzwischen von vielen Rotary Clubs übernommen. Jüngster Erfolg ist die neue Botschafterin der Initiative, Dr. Auma Obama, Schwester des ehemaligen US-Präsidenten. In der Metropolregion Rhein-Neckar hat sich Rotary auch an der Aktion “Abenteuer Essen” beteiligt, die unter anderem von der Stiftung LebensBlicke initiiert worden ist. (Rotary Magazin April 2017)

Darm-Mikrobiom: Ökosystem wird immer wichtiger!

2017-04- Bazillus e.coli-ed01-425x300Der menschliche Darm weist eine individuell sehr unterschiedliche Besiedlung mit einer großen Zahl von diversen Bakterien auf. Viele Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dieses Darm-Mikrobiom nicht nur lebenswichtig ist, sondern auch mit zahlreichen Erkrankungen verbunden sein kann. Ganz besondere Bedeutung gewinnt das Mikrobiom im Zusammenhang mit dem massiven Übergewicht und dem Diabetes mellitus. Ein Dossier der Deutschen Medizinischen Wochenschrift fasst wichtige Befunde dazu zusammen.

Die Stiftung ist wieder aktiv beim Internistenkongress !

DGIM_Logo_RGBAuch in diesem Jahr organisiert die Stiftung LebensBlicke wieder ein hochkarätiges Symposium anlässlich des 123. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der vom 29. April bis 02. Mai im Rosengarten in Mannheim stattfindet. Der Internistenkongress ist mit ca. 10.000 Teilnehmern einer der größten deutschen medizinischen Fachkongresse. Das LebensBlicke-Symposium (2. Mai, 10 Uhr) beschäftigt sich mit dem Thema “Darmkrebsprävention – was ist bewährt, was neu für die Versicherten”. Bei diesem Symposium geht es um die aktuelle Gesetzeslage (Prof. Hermann Brenner, DKFZ Heidelberg), um die informierte Entscheidung (Dr. Maren Dreier, MHH Hannover), Qualitätsanforderungen an den Arzt (Dr. Karlheinz Großgarten, KV Nordrhein), neue Herausforderungen für die Krankenkassen (Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstand der  Barmer GEK) und um die Rolle der Medien (Prof. Peter Voss, ehem. SWR-Intendant). Die Programmbeiträge finden Sie hier (Suche: LebensBlicke).

Stiftung LebensBlicke unterstützt mit Reisestipendium

Biljana Gigić-WebsiteDie Stiftung LebensBlicke fördert seit Jahren ausgewählte Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Arbeiten das Themenspektrum “Primär,- Sekundär- und Tertiärprävention” der Stiftung beinhalten. Biljana Gigic, Doktorandin an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, kann sich jetzt über ein Reisestipendium zum Huntsman Cancer Institut in Salt Lake City (Utah/USA), freuen. Ihre Arbeit “Potentielle Einflüsse von Lebensstilfaktoren auf den klinischen Verlauf und Behandlungserfolg von Dickdarmkrebs” (Kurzfassung) basiert auf der ColoCare-Studie, die wissenschaftlich zu mehr Einsicht und Verständnis für Prozesse nach Darmkrebserkrankungen führen soll. Bereits erfolgreich abgeschlossen hat ihr Stipendium Caroline Himbert, die zudem Spenden zugunsten der Stiftung LebensBlicke auf ihrem Pacific-Crest-Trail in den USA einwarb. Sie hält am 20. April 2017, 19 Uhr, im Saarbrücker Schloss einen Benefizvortrag über ihren Trail. Interessierte sind herzlich willkommen! (Plakat). Hier geht’s zur Seite Promotionen/Stipendien.

Blutbasierte Darmkrebsteste auf dem Vormarsch

2017-03-BlutabnahmeInternational sind derzeit stuhlbasierte Teste für die Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung Methode der Wahl. Das könnte sich auf lange Sicht ändern. In einem Review mit Metaanalyse haben Wissenschaftler die diagnostische Treffsicherheit des metylierten SEPT9-Testes für die Darmkrebserkennung untersucht. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Dem Test wird eine zuverlässige Erkennung, vor allem des fortgeschrittenen Kolonkarzinoms, zuerkannt (Nian et al. Clinical and Translational Gastroenterology 2017) . Der Test ist inzwischen von der Food-and-Drug-Administration (FDA) in den USA zugelassen. Zu wünschen wäre, dass blutbasierte Darmkrebs-Früherkennungsteste auch große Vorstufen zuverlässig detektieren, die sich dann auch für die Einführung in die bundesdeutsche Regelversorgung eignen würden.

Urologen: Kritik an quantitativem i-FOBT

Logo i-FOBTDer Berufsverband der Deutschen Urologen ist auch nach Einführung des ausschließlich quantitativen immunologischen Stuhltests in die Regelversorung seiner Kritik daran treu geblieben. Er befürchtet mögliche Zeitverzögerungen beim Transport in Zentrallabore und heiße Temperaturen im Sommer, die zu falsch-negativen Befunden führen könnten. Er merkt weiter an, dass – wie auch von vielen Fachverbänden vorher gefordert – in einer Übergangsphase qualitative wie quantitative Tests hätten zugelassen werden sollen, um die Akzeptanz des neuen Testverfahrens zu evaluieren. Hier gehts zur  Pressemitteilung.