Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Pressekonferenz: Wanderausstellung zur Darmkrebsvorsorge

“Würde jeder Anspruchsberechtigte die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge nutzen, wäre Darmkrebs in der Krankheitsstatistik nicht mehr relevant vertreten”. Das war ein Statement des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann, bei einem von Dr. Matthias Krell, dem Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) moderierten Pressegespräch im DRK-Krankenhaus in Kirchen/Sieg. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte sehr nachdrücklich den Stellenwert der Prävention, die auch für die Landesregierung ein wichtiges Anliegen sei. Die von der LZG und der Stiftung LebensBlicke konzipierte Wanderausstellung zur Darmkrebsprävention hat in zweieinhalb Jahren 44 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz erreicht (von A wie Altenkirchen bis Z wie Zweibrücken). Im Bild: Ministerin Bätzing-Lichtenthäler am Infopoint zusammen mit Professor Riemann (li.) und Dr. Matthias Krell, (re). Im Hintergrund Michael Wäschenbach, MdL. Fotos: Markus Döring Weiterlesen

Fußball-Legende Hans Tilkowski – ein persönlicher Nachruf!

“Ich war neun Jahre alt, als Hans Tilkowski das Tor von Westfalia Herne hütete. 30 000 Zuschauer waren im Westfalia-Stadion, als es gegen den HSV im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ging. Ich war dabei. Als kleiner Junge stand ich direkt hinter der Mauer an der „Gegengraden“, es gab noch keinen Zaun um den Platz herum. Wie das Spiel ausging? Ich weiß es nicht mehr. Dann: 1966:Endspiel der Fußballweltmeisterschaft England gegen Deutschland. Hans Tilkowski im Tor des Londoner Wembley-Stadions, ich auf der Rückreise aus einem Pfadfinderlager in einem Autobus. Dann fiel das umstrittene 3. Tor für England. Weiterlesen

Zertifizierte Darmkrebszentren: Fortschritte im Marketing

Die Stiftung LebensBlicke unterstützt zusammen mit anderen Einrichtungen das Forschungsprojekt “Evidence-based Marketing für Darmkrebszentren” unter Leitung von Professor Lingenfelder, Universität Marburg. Inhaltlicher Schwerpunkt der jüngsten interaktiven Webkonferenz war das Themengebiet Einweisermanagement. Dabei ging es um Maßnahmen zur Identifikation, Segmentierung, Ansprache und Gewinnung von Einweisern. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur langfristigen, strategischen Einbindung von Einweisern bzw. Kooperationspartnern diskutiert sowie die Relevanz der Dokumentation sowie des Controllings des Einweisermanagements erörtert. Professor Lingenfelder gab außerdem für digitale Lösungen für Patienten und Angehörige von Darmkrebszentren einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Weiterlesen

Frühe Darmkrebsvorsorge bei Risiko: Luft nach oben

Gehört hat es sicher jeder schon einmal, dass Personen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko bereits ab dem 40. Lebensjahr mit der Vorsorge beginnen sollten. Es geht dabei um den Personenkreis, deren direkte leibliche Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind. Denn sie haben selbst ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Wie wird diese Erkenntnis auch persönlich z. B. durch eine frühzeitige Darmspiegelung umgesetzt? Die Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg um Professor Hermann Brenner haben das untersucht. 160.000 Personen zwischen 40 und 54 Jahren wurden eingeladen, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen. 28.711 (=18%) haben geantwortet, mit einem überraschenden Ergebnis: 9% der Befragten gaben an, dass einer ihrer direkten Verwandten (Eltern oder Kinder) an Darmkrebs erkrankt war. 55% hatten bereits eine Darmspiegelung machen lassen. Bei den Befragten ohne familiäre Vorbelastung waren es nur 25%. Professor Brenner konstatiert: “Fast die Hälfte der Menschen mit erhöhtem familiären Risiko nutzt die Chance eines frühen Starts der Vorsorge nicht”. Weiterlesen

Choosing Wisely – möglicher Weg aus der Überversorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat schon vor einiger Zeit damit begonnen, unter dem Generalthema “Klug entscheiden” eine konkrete Hilfestellung bei der Indikationsstellung zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen anzubieten. Ein wichtiges Ziel ist, für diese Thematik zu sensibilisieren mit dem Hintergrund, nicht alles medizinisch Machbare zu tun. Die DGIM hat ihre Fachgesellschaften aufgerufen, aufzuzeigen, wo derzeit im jeweiligen Spektrum medizinische Leistungen verzichtbar sind. Das Deutsche Ärzteblatt hat viele dieser Entscheidungen publiziert. Diese Initiative kann und wird zu einer Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen, ohne dass damit ein Qualitätsverlust einhergehen muss. Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: „Denkt man an die Prävention, vor allem an die Darmkrebsprävention, dann gilt das sicher auch für so manche nicht leitliniengerechten endoskopischen Kontrolluntersuchungen nach Polypendetektion und Polypektomie, eine Stellschraube, an der sicher in Zukunft noch  gedreht werden muss“.

Verzögerung von Krebsdiagnosen ist Alltag

Die Früherkennung ist der wichtigste Weg, bei einer Krebsdiagnose eine Therapie mit Aussicht auf Heilung zu erreichen. Dass das leider immer noch nicht der Alltag ist, belegt eine Populations-basierte Studie aus England. An zwölf ausgewählten soliden Krebserkrankungen, darunter auch das Kolonkarzinom, konnten die Autoren zeigen, das in Grossbritannien fast jede vierte Krebsdiagnose erst verzögert gestellt wird. Dieser eigentlich erschreckende Befund sollte Anlass sein, noch nachdrücklicher für Prävention und Früherkennung vor allem bei solchen Tumoren zu werben, die dafür zugänglich sind. Die Stiftung LebensBlicke sieht sich durch diese Mitteilung bestätigt, über das neue Darmkrebs-Screening intensiv zu informieren.

Expertenkommentare – immer eine Fundgrube des Wissens

Logo InformationDie Stiftung LebensBlicke stellt regelmäßig aktuelle Informationen rund um das Thema Darmkrebs zur Verfügung. Ein hochkarätiger Expertenbeirat sichtet und kommentiert neueste Publikationen aus der nationalen wie internationalen Literatur. Der Expertenbeirat trägt damit ganz wesentlich zu einem wichtigen Ziel der Stiftung bei, seriöse Informationen vor allem auch für ärztliche User unserer Website anzubieten. Dieser Service hat sich  inzwischen zu den meist aufgerufenen Webseiten der Stiftung entwickelt.