Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Mitstreiter,
die Corona-Pandemie hält uns nach wie vor in Atem. Konferenzen werden derzeit entweder online oder hybrid abgehalten. Die Stiftung nutzt auch in den nächsten Monaten überwiegend die digitalen Möglichkeiten. Nach wie vor gilt: die Corona-Prävention kann Leben retten, die Darmkrebs-Prävention rettet schon seit Jahrzehnten Leben. Herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere Webseiten besuchen und sich über Aktuelles rund um die Darmkrebsvorsorge informieren. Bitte unterstützen Sie uns in dieser schweren Zeit!

Dear international users, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently in the corona pandemic our news are still of special interest and value for you. Lebensblicke Foundation will make intense efforts now and in the future to keep its website modern, instructive and varied. Please do support us along your personal possibilities.Thank you very much and please stay interested!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann - Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke



Darmkrebsvorsorge muss für Menschen einfacher werden!

Der Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft DKG, Professor Dr. Thomas Seufferlein, hat in einem Interview noch einmal darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Darmkrebsvorsorge niedrigschwellig sein muss, wenn sie erfolgreicher werden will. “Herr Seufferlein unterstreicht damit erneut und nachdrücklich die Forderungen der Stiftung LebensBlicke, die sie zuletzt in einem Positionspapier nach ihrem Experten Workshop in ähnlicher Form erhoben hat. Steter Tropfen höhlt den Stein!”, so Professor Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke.

Magen-Darm-Ärzte: Rund 2 Mio. ambulante Koloskopien/Jahr

“Im Jahre 2020 sind in Deutschland 544.031 Vorsorgekoloskopien und 1.373.854 diagnostische und therapeutische Koloskopien ambulant durchgeführt worden”, berichtet Dr. Dietrich Hüppe, Darmkrebs-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte und Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke. “Trotz der Covid-19-Pandemie konnten diese Leistungen stabilisiert und insbesondere im Bereich der Vorsorge zum Teil ausgedehnt werden. Der Anteil der Kliniken und Praxen an der Erbingung dieser Leistungen hat sich allerdings deutlich verschoben.” Wie, das ist hier zu lesen.

Zwei Aufführungen des VorsorgTheaters zugunsten der SLB

Gleich zwei erfolgreiche Aufführungen durfte das VorsorgTheater “Alarm im Darm” kürzlich bestreiten, einmal in der Caritas-Klink Dominikus in Berlin-Reinickendorf und einmal im Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen. Mit jeder Buchung des Theaters geht ein kleiner Geldbetrag als Spende an die Stiftung LebensBlicke. Vielleicht wäre eine solche Veranstaltung etwas anstelle (oder zusätzlich) zu einer Firmen-Weihnachtsfeier? Aber auch für Gesundheitstage, Präventionsveranstaltungen, Arzt-Patienten-Seminare, Schulungen, Tagungen oder Symposien eignet sich eine solche Aufführung im Sinne der Gesundheitsprävention. Buchungen nimmt Regisseur Volker Heymann entgegen. Weitere Infos dazu gibt’s hier.

Memorandum zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung

Die Stiftung LebensBlicke hat kürzlich gemeinsam mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ein WebSeminar durchgeführt zum Thema “Gesundheitskompetenz der Bevölkerung muss gestärkt werden!”. Das spannende und gut besuchte Online-Seminar mit interessanten Vorträgen richtete sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sowie an alle Interessierte. Die Referentinnen und Referenten haben dazu jetzt ein Memorandum erstellt, das hier zu lesen ist. “Wir wollen als Kerngruppe eine gesundheitspolitische Diskussion mit Entscheidern im Gesundheitswesen anstoßen. Gesundheits-/Lebenskompetenz ist ein hohes Gut, dessen adäquate Vermittlung nicht an mangelndem Interesse, an Geld und Personal scheitern darf!”, so Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Die Veranstaltung wurde freundlicherweise unterstützt von Norgine GmbH. Sie  fand statt in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, den Magen-Darm-Ärzten und der BARMER.

Symposium der Stiftung auf dem Deutschen Krebskongress

Unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Michael Ghadimi findet im CityCube in Berlin vom 13.-16. November 2022 der 35. Deutsche Krebskongress statt. Das Leitmotiv des Kongresses “Krebsmedizin: Schnittstellen zwischen Innovation und Versorgung” zählt zu den besonders relevanten Themen in der Onkologie. Die Stiftung LebensBlicke ist auf dem Kongress mit dem Symposium “Moderne Prävention des kolorektalen Karzinoms” unter Vorsitz des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, Professor J.F. Riemann, vertreten. “Mit dem Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz KFRG ist ein Paradigmenwechsel in der Darmkrebsprävention erfolgt. Das ist ein echter Fortschritt, der aber weiterentwickelt werden muss. Digitale Darmkrebsfrüherkennung heißt ein nächster Entwicklungsschritt, über den diskutiert werden wird“, so Riemann.

Christa Maar – eine erfolgreiche Kämpferin ist verstorben

Frau Dr. Christa Maar, Gründerin der Felix Burda Stiftung, ist am 04.11.2022 im Alter von 83 Jahren in München gestorben. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann die Stiftung 2001 nach dem frühen Tod ihres Sohnes Felix gegründet. Frau Dr. Maar war Vorkämpferin für alle Belange der Darmkrebsvorsorge schlechthin. Ihrer Tatkraft, ihrem Mut auch zu unbequemen Wahrheiten und ihren vielfältigen Initiativen sind wichtige Verbesserungen im deutschen Gesundheitssystem wie die Einführung eines Darmkrebs-Screenings, später eines Einladungsverfahrens zu verdanken. In der Nationalen Dekade gegen Krebs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat sie noch bis zuletzt wichtige Projekte angestoßen, z. B. die Untersuchung, warum zunehmend jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken. Der jährliche “Darmkrebsmonat März” nach US-Vorbild auch in Deutschland geht wesentlich auf ihre Initiative zurück. “Mit Frau Dr. Maar verlieren wir eine bedeutende Persönlichkeit und eine unermüdliche Kämpferin gegen den Darmkrebs. Ihre Lebensleistung ist und bleibt eindrucksvoll. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren”, so Professor Dr. Jürgen F. Riemann für die Stiftung LebensBlicke. Foto: Theo Klein

Künstliche Intelligenz in der Koloskopie – EndoMind

Das kolorektale Karzinom ist eine häufige Tumorentität in Deutschland. Künstliche Intelligenz hat das Potential, in Koloskopien den Untersuchenden beim Auffinden von adenomatösen Läsionen zu unterstützen. Stand Oktober 2022 gibt es in den USA und Europa fünf kommerziell verfügbare Polypen-Detektionssysteme (CADe). Davon wurden nur wenige in randomisiert kontrollierten Studien mit Adenomdetektionsrate (ADR) als primärem Endpunkt getestet [1]. Diese zeigten dafür beim Testen eine Steigerung der ADR im Vergleich zu Untersuchungen ohne CADe. Mit dem Ziel, die Markteinführung dieser neuen Technologie kritisch zu begleiten, hat die Arbeitsgruppe für Interventionelle und Experimentelle Endoskopie (InExEn) der Universitätsklinik Würzburg unter der Leitung von Priv. Doz. Dr. Alexander Hann falsch und richtig positive Detektionen von CADe Systemen analysiert. Weiterlesen

FIT-Screening und Adenom-Detektions-Rate (ADR)

Die Adenom-Detektions-Rate (ADR) ist essenzieller Qualitätsindikator für alle endoskopischen Untersucher, speziell für die, die Vorsorge-Koloskopien durchführen. Es gibt bisher nur wenige Untersuchungen zu ADR, FIT-Test-Screening und Koloskopie. Eine populationsbasierte Studie in Holland sollte klären, ob es einen Zusammenhang zwischen FIT-Screening und ADR und einem kolorektalem Karzinom (KRK) nach einer Koloskopie wegen positivem FIT-Test gibt. Die KRK wurden klassifiziert als Intervallkarzinome, als Krebse vor einer empfohlenen Nachsorge oder als Nicht-Intervallkrebse. In die Studie eingeschlossen waren 116.360 Koloskopien durch 362 Endoskopiker mit einer medialen ADR von 67%. Insgesamt wurden 209 Intervallkarzinome identifiziert. Die Auswertung der individuellen Endoskopiker-ADR korrelierte invers mit dem Auftreten der Karzinome: je niedriger die ADR, desto höher die KRK-Rate. “Das lässt den wichtigen Schluss zu, dass gerade bei einem Stuhltest-basierten Screening-Programm die ADR der Untersucher besonders hoch sein sollte”, kommentierte Professor Dr. J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung LebensBlicke (Wisse PH, Erler NS, de Boer SY et al. Adenoma Detection Rate and Risk for Interval Postcolonoscopy Colorectal Cancer in Fecal Immunochemical Test-Based Screening. Ann Int Med 2022; 175: 1366-1373).